Wiederholungstournee

04.11. 2019 bis 30.11. 2019

sowie 02./03./06./07./09./

10./13./ und 14.12. 2019

Spielzeit 19/20

Komödie in der Steinstrasse

Drei Männer im Schnee

Komödienklassiker nach Erich Kästner

Aufführungsrechte: Chronos Verlag Martin Mörike, Hamburg

 

Regie: Fabian Goedecke

 

Mit: Christof Düro, Michael Schäfer, Fabian Goedecke, Ute Stein, Kerstin Bruhn, Volker Conradt, Michaela Klarwein u. A.

 

Tourneezeitraum: 08.02.2020 bis 15.03. 2020

Zum Inhalt

Der gutmütige Geheimrat Eduard Tobler will die Menschen studieren. Deshalb beteiligt sich der Millionär unter dem Decknamen Schlüter an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma, der weltbekannten Tobler-Werke – und gewinnt den zweiten Preis: Einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen. Dorthin fährt Tobler alias Schlüter um zu erleben, wie die Menschen in der piekfeinen Luxusherberge auf einen armen Schlucker wie Schlüter reagieren. Zur Begleitung nimmt er seinen langjährigen Diener Johann mit. Der muss während des Hotelaufenthalts einen reichen Reeder spielen und ihn links liegen lassen. Schon am ersten Tag freundet sich Tobler mit Fritz Hagedorn an. Der arbeitslose Ingenieur, der im Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hat, ist tatsächlich ein armer Schlucker, wird aber vom Hotelpersonal irrtümlicherweise für einen Millionär gehalten. Hilde, voller Sorge darüber, dass die Hotelleitung ihren Vater als verarmten, unvornehmen Gast an die Luft setzen könnte, reist samt Haushälterin dem exzentrischen Tobler nach und sorgt für zusätzliche Verwirrung im Hotelbetrieb.

 

Eine charmante Komödie über Schein und Sein, die Oberflächlichkeit der Menschen und ihre Fähigkeit oder Unfähigkeit, den inneren Wert ihrer Mitmenschen zu erkennen. Und ein warmherziges Stück über die wunderbare Freundschaft zwischen höchst unterschiedlichen Männern.

 

Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch. Erich Kästner

 

 

Kritiken

 

Das Publikum lächelte beseelt und bedachte das Ensemble mit stürmischem Beifall... Rheinische Post

 

Die Premiere in der Komödie wurde bejubelt und mit Ovationen für Darsteller und Regieteam gefeiert...  NRZ

 

Das Stück amüsiert bereits durch Kästners brillante Dialoge. Zusätzlichen Witz bringen die Darsteller durch ihr gleichermaßen lebendiges wie subtiles Spiel mit ein. Goedecke, der auch Regie führte, mimt überzeugend den lebensfrohen Habenichts, während das komödiantische Urgestein Volker Conradt als Hoteldirektor und der hinsichtlich Humor nicht minder begabte Sven Post als Portier Polter ein perfektes Paar abgeben.  WZ

 

 

Der Autor:

Millionen von Kinder wuchsen mit den Geschichten um „Emil und die Detektive“ oder die Jungs aus dem „Fliegenden Klassenzimmer“ auf. Die Gedichtbände, die er während der Weimarer Republik veröffentlichte, erreichten hohe Auflagen, und sein Denkspruch „Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es“ ist Allgemeingut geworden.

Geboren wurde Erich Kästner am 23. Februar 1899 in Dresden. Kurz nach dem Abitur zog man ihn 1917 noch zum Militär ein und er bekannte später, die Brutalität der Ausbildung habe ihn zum Pazifisten gemacht.

Kästner studierte, wurde Journalist und war bald eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Berliner Kulturleben. Seine literarische Karriere begann Ende der 1920er-Jahre. Er veröffentlichte mehrere Bände „Gebrauchslyrik“ mit kritischen, oft satirischen Gedichten über politische und soziale Themen und sein berühmtestes Kinderbuch „Emil und die Detektive“. Die flotte Kriminalgeschichte wurde, wie auch „Das doppelte Lottchen“, erfolgreich verfilmt. 1931 erschien Kästners Roman „Fabian“.

Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde Kästner mit Berufsverbot belegt und mehrfach von der Gestapo verhaftet. Seine Bücher gehörten zu denen, die die Nazis verbrannten. Doch er verließ Deutschland nicht. Kästner blieb, „um Augenzeuge zu sein“, und er wollte seine geliebte Mutter nicht im Stich lassen.

Fortan publizierte er via Schweiz unpolitische heitere Romane wie „Drei Männer im Schnee“ (1934), der 1955 mit Paul Dahlke verfilmt wurde.

Unter Pseudonym schrieb Kästner das Drehbuch zu dem berühmten „Münchhausen“-Film (1943). Hitler schäumte, als er erfuhr, wer der Autor des UFA-Jubiläumsfilms tatsächlich war, und Kästner wurde „restlos“ verboten.

Nach Kriegsende wich sein anfänglicher Optimismus bald der Resi­gna­tion angesichts einer westdeutschen Verdrängungs-Mentalität und der Remilitarisierung. Er schrieb nun für Kabarett und Hörfunk, gab die Kinderschrift „Pinguin“ heraus und bearbeitete Stoffe wie „Gullivers Reisen“ für Kinder.

Ab Mitte der 1960er-Jahre veröffentlichte Kästner immer weniger. Seine andauernde Popularität beruhte vor allem auf den frühen Kinderbüchern. Gleichzeitig wurden seine Gedichte und journalistischen Arbeiten aus der Weimarer Zeit wiederentdeckt.

Erich Kästner starb am 29. Juli 1974 in München.

Aus: Programmheft Ohnsorg Theater

 

 

Der Regisseur:

 

Fabian Goedecke übernimmt bei „Drei Männer im Schnee“ auch eine Hauptrolle. In Erich Kästners Komödienklassiker spielt er den stellenlosen Ingenieur Doktor Hagedorn, der es auf Toblers reizende Tochter Hilde abgesehen hat.  Komödienchefin Katrin Schindler, die Fabian Goedecke schon aus seiner Berliner Zeit kennt, traute ihm die „Doppelrolle“ als Regisseur und Schauspieler zu.

Auf der Bühne der Komödie an der Steinstraße ist Goedecke  kein neues Gesicht, hier begeisterte er das Publikum schon in „Außer Kontrolle“ und „Tratsch im Treppenhaus“.

Fabian Goedecke, der bereits während der Schulzeit erste Bühnenerfahrungen sammelte, absolvierte sein Schau­spiel­studium an der privaten Theaterakademie Köln und war in kleineren Rollen am Theater und in TV-Serien (u.a „Lindenstraße“, „Verbotene Liebe“) zu sehen.

In Aachen inszenierte der Schauspieler „Nach Toronto“, dann folgte in Düsseldorf die Regiearbeit zur Kästner-Komödie „Drei Männer im Schnee“ – „eine gute Geschichte um echte und falsche Millionäre“.

 

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