Nordtour Theater Medien GmbH

Freundschaftsspiel

Komödie von Stefan Vögel

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Bühnen-und Musikverlag GmbH, Wien

 

Inszenierung: Adelheid Müther

Bühne: Katrin Reimers

Kostüme: Christine Jacob

 

Tourneezeitraum: 01. März  - 11. April 2019

Zum Inhalt

Sieg oder Niederlage? Im Fußball wie im Leben ist alles möglich. Amüsant zeigt das der erfolgreiche Gegenwartsdramatiker Stefan Vögel. Sein Stück, prallvoll mit Dialogwitz, dreht sich um Fußballleidenschaft und private Nachwuchssorgen der Kickerfans. Während die Kumpel Leon, Bernd und Robbi bei ihren Treffen über die Lieblingsvereine Bayern und den HSV fachsimpeln, bekommen zuhause die Begriffe Heim- und Auswärtsspiel einen ganz besonderen Klang. Denn Romy wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, doch ihr Mann Leon ist unfruchtbar. Babs rät der Freundin, sich auf einem auswärtigen Spielfeld einen treffsicheren Erzeuger zu suchen.

Als die sich jedoch ausgerechnet an Babs Ehemann Bernd als Samenspender heranmacht, kommt der Ball ganz schnell ins Rollen ...

 Ein Gute-Laune-Stück das zeigt: Freundschaft kann Niederlagen überwinden.

 

Kritiken

 

Es entwickelt sich eine rasante Partie, bei der irgendwann jeder der fünf befreundeten Männer und Frauen gegen jeden zu spielen scheint. Und so beißen sie sich die Zähne aus an jeder Menge heimlicher Liebschaften und Geheimnissen unter den Freunden. NDR

 

Zum Volltreffer wird die Geschichte dank der hervorragend aufgestellten Mannschaft.

Auf das komödiantische Können ihrer Schauspieler kann sich Regisseurin Adelheid Müther in ihrer mit hinreißenden Momenten und Ideen gespickten Inszenierung verlassen.

So trennt ein echtes Fußballtor die Bühne in zwei Spielhälften. Auf der einen Seite kippt der gebeutelte HSV-Fan Robbi (Tim Ehlert) seine Bierchen, auf der anderen Seite geht’s um Babys und Beziehungsclinch.

Szenenapplaus ernten die Darsteller an diesem Abend reichlich - auch für ihren Einsatz bei den Bühnenumbauten: Möbelrücken als frech choreographierte Einlagen zwischen den Akten – großartig!

Hamburger Morgenpost

 

Die mehr oder minder paarungswilligen Großstädter von Ende 30 bis Mitte 40 nimmt man allen fünf Akteuren ab. Besonders versteht es Gillich, das Tragische im Komischen mitsamt seiner Gewissensbisse herauszuarbeiten. Sein Bernd muss richtig leiden. Außer fürs Spiel heimst das Quintett zudem für choreografisch-komisch gestaltete Umbaupausen zu Musik Szenenbeifall ein. Hamburger Abendblatt

 

Ganz zuvorderst aber beruht der Erfolg auf Regisseurin Adelheid Müther, die souverän, geradezu feinsinnig, nicht aber temperamentlos, jede Pointe genau platzierend, für Ordnung im krachenden Freundschaftsgebälk sorgt, mit Schauspielern, die ganz wunderbar sind. Die Welt

 

Über den Autor:

Stefan Vögel ist in Bludenz geboren und wuchs in Gurtis auf, einem 200-Seelen-Dorf in den Vorarlberger Alpen. Nach einem Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Zürich wandte er sich bald ganz dem Theater zu. Seit 1993 ist Stefan Vögel als freischaffender Autor und Schauspieler tätig. Erste Erfolge feierte er mit seinem Mundart-Kabarett „Grüß Gott in Voradelberg“ das in mehreren Fortsetzungen zu einem der erfolgreichsten Vorarlberger Bühnenstücke wurde und in der Folge mit „Schaffa, schaffa Hüsle baua“ mehr als 120 Aufführungen mit über 60 000 Besuchern erlebte. Darüber hinaus hat sich der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Stefan Vögel auch als Buch-, Theater- und Drehbuchautor einen Namen gemacht. Seine Stücke „Eine gute Partie“, „Global Player“, Süßer die Glocken“, und „Die süßesten Früchte“ – um nur einige zu nennen – feierten große Erfolge an deutschen und deutschsprachigen Bühnen und wurden u.a. in Stuttgart, Wien, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Dresden, Düsseldorf. München und Bregenz aufgeführt.

 

Stefan Vögel über sein Stück:

„Freundschaftsspiel“ ist eine Komödie über Liebe und Sex, über Vernarrtheit und Betrug, über verborgene Wünsche und unerfüllte Sehnsüchte – doch stellt es diese Themen einer bestimmten Frage gegenüber: Wie viel von diesem ganzen Zeug  halten Freundschaften aus, wenn sie andauernd damit torpediert werden? Offenbar viel, wie nicht nur mein Stück belegt, sondern auch alle Umfragen: Ein Großteil der jungen Menschen beantwortet die Frage, was ihnen am allerwichtigsten im Leben sei, nämlich nicht etwa mit Liebe, Gesundheit, Geld oder Erfolg, sondern an allererster Stelle rangieren seit Jahren unangefochten Freunde und Freundschaften.

Die wahren und unvermeintlichen Freund­schaften stehen im „Freund­schafts­spiel“

ständig auf der Kippe – und doch wollen sie selbst noch „in extremis“ lieber gerettet statt aufgekündigt werden. Aber kann das auch klappen? Lassen Sie sich überraschen!

 

Tim Ehlert, Schauspieler:

Tim Ehlert, geboren in Stralsund, absolvierte sein Schau­spiel­studium von 2000 bis 2004 an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Nach seinem Abschluss wurde er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Leipzig. Weitere Bühnenauftritte folgten unter anderem am Theaterhaus Jena, am Theater Bremen, am Staatsschauspiel Hannover sowie dem Ernst Deutsch Theater in Hamburg.

 Außerdem stand Tim Ehlert seit 2004/2005 für mehrere Fernsehrollen vor der Kamera und wirkte mit in TV-Serien wie „Soko Leipzig“, „Herzflimmern – Liebe zum Leben“ oder „Notruf Hafenkante“.

Am Ohnsorg-Theater spielte Tim Ehlert 2015 in der Komödie „Landeier – Buer söcht Fro“ den Bauern Richard. Und ab März 2016 spielte er in der plattdeutschen Bühnenadaption von „Soul Kitchen“ (nach der gleichnamigen Filmkomödie von Fatih Akin und Adam Bousdoukos).

 

 

Markus Gillich, Schauspieler:

Schon als Jugendlicher spielte und sang Markus Gillich bei Chor- und Theaterprojekten seiner Schule und gehörte zur Volks- und Laienspielgruppe in seinem Heimatort Buttenwiesen. Auf das Abitur folgte nach Praktikum und Volontariat die Ausbildung zum Hörfunkredakteur und Moderator. Neben dem Beruf als leitender Redakteur studierte Markus Gillich Gesang und machte sich 2005 als Schauspieler und Sänger selbständig.

Markus Gillich tourte fünf Jahre mit dem Kindermusical „Ritter Rost“ durch den deutschsprachigen Raum. Er war Mitglied der Bremer Vokalartisten, spielte im Theater Wechselbad in Dresden, schrieb und inszenierte Musik-Komödien und unterrichte Gesang an der Musikschule in Delmenhorst.

Zudem war Markus Gillich regelmäßig am Hamburger Ohnsorg-Theater zu sehen, wo er seit der Spielzeit 2012/2013 fest zum Ensemble gehört.

 

Adelheid Müther, Regisseurin:

Adelheid Müther erhielt ihre Schauspielaus­bildung in Hamburg. Anschließend arbeitete sie als Assistentin am Hamburger Schauspielhaus. Von 1985 bis 1993 war sie als freie Regisseurin tätig und inszenierte u.a. in Wuppertal, Kassel, Braunschweig und Zürich. Dann übernahm sie bis 1999 die Schauspieldirektion in Kassel. Zurück in Hamburg, arbeitet Adelheid Müther seither wieder als freie Regisseurin und inszenierte zum Beispiel an den Kammerspielen, am Altonaer Theater und am Ernst Deutsch Theater sowie am niederdeutschen Ohnsorg-Theater. Besonders engagierte sie sich für Theaterprojekte mit geistig Behinderten, der Station 17 aus den Alsterdorfer Anstalten, die sie in der Kampnagel-Fabrik Hamburg verwirklichte. Regie führte Adelheid Müther aber auch an der Komödie Düsseldorf und der Berliner Komödie am Kurfürstendamm. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie u.a. mit den Schauspiel-Stars  Judy Winter, Monica Bleibtreu, Charles Brauer, Nicole Heesters, Joachim Bliese, Gustav Peter Wöhler und Günter Lamprecht.

 

 

 

 

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