Spielzeit 17/18

Ohnsorg-Theater

Landeier

– Bauern suchen Frauen

Komödie von Frederik Holtkamp

Regie: Sandra Keck

mit: Edda Loges, Hanka Schmidt, Robert Eder, Tim Ehlert,

Markus Gillich und Wolfgang Sommer

01. Dezember 2017  – 20. Januar 2018

 

Zum Inhalt:

Jungbauern auf der Suche nach der großen Liebe zünden in diesem Lustspiel-Knüller ein Feuerwerk der guten Laune. Jan, Jens und Richard leben in der tiefsten Provinz. Fernab des hektischen Stadttrubels führen sie ein beschauliches Dasein - als Singles wider Willen. Doch wie gewinnt man Großstädterinnen für das Eheleben auf dem Lande? Guter Rat ist teuer und die drei Jungs stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Sollen sie ihrem Glück mit Kontaktanzeigen auf die Sprünge helfen oder es lieber über Partnervermittlungen „mit Niveau“ probieren? Unterstützung bekommen die im Knüpfen von Beziehungen ungeübten Jungbauern in ihrer Stammkneipe von Gastwirt Hein, Postbotin Gertrud und Studentin Eva. Sie übernehmen die Regie – und die Jungs überzeugen mit nackten Tatsachen im Internet.

Höhepunkt im humorvollen Kultstück – angesiedelt zwischen „Neues aus Büttenwarder“ und RTL-Kuppelshow – ist ein heißer Strip des heiratswilligen Trios!

 

Kritiken:

Heiratswillige Frauen dringend gesucht: Premiere von „Landeier – Bauern suchen Frauen“ wird im Ohnsorg-Theater bejubelt. Hamburger Abendblatt

 

Mit Schwung und jeder Menge trockenen Wort­witzes serviert ein sechsköpfiges Ensemble eine Geschichte um drei fesche Landwirte, die mittels selbst gedrehter Internetvideos auf Brautschau gehen wollen. Markus Gillich, Robert Eder und als Gast Tim Ehlert beweisen dabei selbstironischen Mut zur Nacktheit - denn den knapp zweistündigen Abend krönt ein flotter Jungbauern-Striptease. DPA

 

Und Action! Drei Jungbauern auf Brautschau drehen ein Back- und Bügelvideo fürs Internet. Kreischalarm! Im Lustspielkracher „Landeier – Buer söcht Fro“ (von Frederik Holtkamp) ziehen die Jungs vom Ohnsorg-Theater bis (fast) zum Äußersten blank. Der Dreh der sexy Kochshow fürs Internet – das Highlight der an urkomischen Momenten und knackigen Pointen reichen Show reißt das Publikum vom Hocker. Robert Eder, Markus Gillich und Tom Ehlert – wie die drei versierten Komödianten sich als linkische Landwirte aus ihren Klamotten schälen, dabei Landeier in die Pfanne hauen und mit „Pannkoken“ jonglieren – ein liebenswert-frecher Theaterspaß! Hamburger Morgenpost

 

Ein Theaterabend, der das Publikum begeistert. HAZ

 

„Landeier“ entfalten erschütternde Wirkung auf die Lachmuskeln. DLZ

 

Die Regisseurin:

Plattdeutsch? Volkstheater? „Wenn ich mich da mal nicht zu sehr festlege.“ Am Anfang sei sie skeptisch gewesen, erzählt Sandra Keck, die noch während ihrer Schauspielausbildung 1990 fest ins Ensemble am Ohnsorg-Theater ging. Doch ihre Zweifel haben sich längst zerstreut. „Wir können mit dem, was wir an diesem Theater leisten, mit allen anderen Spielstätten mithalten“, sagt sie heute, zu Recht stolz auf ihre künstlerische Heimat an der niederdeutschen Bühne.

 

Als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin schöpfen Sie die kreativen Möglichkeiten, die das Theater bietet, voll aus. Was macht Ihnen am meisten Spaß?

Das ist ganz schwer zu sagen. Ich bin wahnsinnig gern Schauspielerin und genieße es, mich auf höchst unterschiedliche Charaktere einzulassen. Doch bin ich gerade mit einer Inszenierungsarbeit beschäftigt, ist für mich Regieführen eigentlich das Schönste. Autorin bin ich seit der Jubiläumsspielzeit 2002/2003 am Ohnsorg-Theater. Damals habe ich mein allererstes großes Stück geschrieben: „Wi rockt op platt“, ein Musical über einen völlig verrückten Bauernhof in Poppenbüttel. Ich möchte eben in meinem Beruf immer wieder etwas Neues ausprobieren. Deshalb fühle ich mich am Ohnsorg-Theater auch so pudelwohl. Denn kaum ein Haus gibt einem so viele Möglichkeiten, sich zu erproben.

 

Hatten Sie schon als Kind den Wunsch, Schauspielerin zu werden?

Ich komme zwar nicht aus einer Künstlerfamilie, aber Theaterspielen mochte ich schon als kleines Mädchen. Deshalb schickte mich mein Vater als Neunjährige zum Kindertheater in Harburg. Dort habe ich erst einmal einige Jahre nur mitgespielt, aber schon als 15-Jährige mit Kindern zusammen auch Theater für Kinder gemacht. Während meine Klassenkameraden in die Disco marschierten, habe ich lieber in Stadtteilkulturzentren gespielt und inszeniert, mir mit diesen Arbeiten ein bisschen Geld verdient und gedacht, das ist eigentlich ein toller Job. Der Wunsch, Schauspielerin zu werden, war also zunächst gar nicht relevant, er hat sich aus dem heraus entwickelt, was ich schon immer gerne gemacht habe.

 

Braucht nicht auch eine Powerfrau wie Sie manchmal eine Ruhepause?

Solange es klasse läuft und die Arbeit mir weiterhin soviel Spaß macht wie as bis jetzt der Fall ist, lasse ich alles so, wie es ist. Kraft schöpfe ich aus unserem sehr harmonischen Familienleben und aus der Beziehung zu meinem Mann, mit dem ich sehr glücklich bin und über alles reden kann. Denn als Choreograf weiß er nur zu gut, dass das Theater eine Leidenschaft und keine Arbeit im normalen Sinne ist. Brigitte Scholz

 

 

 

Robert Eder, Schauspieler

Ausgebildet wurde Robert Eder an einer privaten Schau­spielschule in Hamburg. 1988 stand er in „Familie Schlapphoff“ neben Heidi Kabel, Jürgen Pooch, Ursula Hinrichs und Uwe Friedrichsen erstmals auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters. Weitere Bühnenstationen waren unter anderen das Zimmertheater und Städtischen Bühnen in Heidelberg.

Robert Eder wirkte außerdem in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit, unter anderen in „Tödlicher Schulweg“ aus der TV-Serie „Stubbe – Von Fall zu Fall“, und arbeitet als Sprecher für Hörspielproduktionen.

1988 erhielt er den O.E. Hasse-Preis, eine Auszeichnung die der Förderung von jungen Schauspielern gewidmet ist.

 

Tim Ehlert, Schauspieler

Tim Ehlert, geboren in Stralsund, absolvierte sein Schau­spielstudium von 2000 bis 2004 an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Nach seinem Abschluss wurde er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Leipzig. Weitere Bühnenauftritte folgten unter anderen am Theaterhaus Jena, am Theater Bremen, am Staatsschauspiel Hannover sowie dem Ernst Deutsch Theater in Hamburg.

 Außerdem stand Tim Ehlert seit 2004/2005 für mehrere Fernsehrollen vor der Kamera und wirkte mit in TV-Serien wie „Soko Leipzig“, „Herzflimmern – Liebe zum Leben“ oder „Notruf Hafenkante“.

Am Ohnsorg-Theater spielte Tim Ehlert 2015 in der Komödie „Landeier – Buer söcht Fro“ den Bauern Richard. Und ab März 2016 spielte er in der plattdeutschen Bühnenadaption von „Soul Kitchen“ (nach der gleichnamigen Filmkomödie von Fatih Akin und Adam Bousdoukos).

 

Markus Gillich, Schauspieler

Schon als Jugendlicher spielte und sang Markus Gillich bei Chor- und Theaterprojekten seiner Schule und gehörte zur Volks- und Laienspielgruppe in seinem Heimatort Buttenwiesen. Auf das Abitur folgte nach Praktikum und Volontariat die Ausbildung zum Hörfunkredakteur und Moderator. Neben dem Beruf als leitender Redakteur studierte Markus Gillich Gesang und machte sich 2005 als Schauspieler und Sänger selbständig.

Markus Gillich tourte fünf Jahre mit dem Kindermusical „Ritter Rost“ durch den deutschsprachigen Raum. Er war unter anderen Mitglied der Bremer Vokalartisten, spielte im Theater Wechselbad in Dresden, schrieb und in­sze­­nierte Musik-Komödien und unterrichte Gesang an der Musik­­schule in Delmenhorst.

Zudem war Markus Gillich regelmäßig am Hamburger Ohnsorg-Theater zu sehen, wo er seit der Spielzeit 2012/2013 fest zum Ensemble gehört.