Spielzeit 16/17

Oh, Alpenglühn!

Glamour, Gaudi und Gesang

Idee & Buch: Mirko Bott

Regie: Corny Littmann

Musikalische Leitung: Robin Kulisch

Bühnenbild: Heiko de Boer

Kostüme: Frank Kuder, Bernhard Westermann

 

Mit: Carolin Fortenbacher, Nik Breidenbach

 

Tourneezeitraum: 24. 10.2016 – 13. 11. 2016  sowie 16. 01.2017 – 19. 02. 2017

Zum Inhalt

Ein Musicalstar hat es auch nicht leicht. Hinter dieser Diva sind sie alle her: vom hysterischen Manager über den Produzenten bis hin zu ihrem Ehemann -  einen Chirurgen, der am liebsten vor jungen Krankenschwestern aufschneidet und der partout nicht in die von ihr gewünschten Scheidung zustimmen will.

Als Zufluchtsort dient ihr ein schlichtes Wellness-Hotel in den bayerischen Alpen – doch so bodenständig, wie sich das „Resi“ präsentiert, hätte der kleine Gasthof nun auch wieder nicht sein müssen. Denn dort vermietet der junge Bergbauer Leopold lediglich eine einfache Kammer – das Schlafzimmer seiner jüngst verstorbenen Mutter, zu der er noch immer ein ganz besonderes, ein geheimnisvolles Verhältnis pflegt.

Trotz anfänglicher atmosphärischer Störungen kommen sich die Diva und der Naturbursche bei frischer Bergluft und umlodert vom Alpenglühen näher. Die Lawine kommt ins Rollen.

Und wäre das nicht alles schon komisch und turbulent genug, begeben sich die beiden Protagonisten dabei auf eine musikalische Bergtour, wie sie irrwitziger nicht sein kann – da gibt es Stationen bei Frl. Menkes „Hohe Berge“, dem „Frühlingsstimmenwalzer“ von Johann Strauß, Gittes „Ich will alles“, bei Andrew Lloyd Webbers „Mehr will ich nicht von dir“, „The time of my life“ und dem Alpen-Klassiker „La Montanara“ – köstlich!

Ein humorvoll-musikalisches Schmankerl erwartet Sie, wenn es die beiden stimmstarken Erzkomödianten Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach „auf die Alm ’nauf zieht“ und die beiden ihre Bandbreite von Johann Strauß über Heino und Boy George bis Lady Gaga live auffahren!

 

Kritiken:

Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach zeigen sich in komödiantischer und stimmlicher Topform. Und spielen selbstironisch mit ihrer eigenen Vergangenheit als Protagonisten in Musicals. Mit diesem Alpenkracher werden sie garantiert Kult.“ Hamburger Abendblatt

„Eine eingestaubte Almhütte in den idyllischen Alpen, zwei Dutzend Ohr-Schmankerl von ‚Great Balls Of Fire’ bis ‚Hohe Berge’, irrwitzige Brotzeit-Dialoge und dazu ein in Trachten gehülltes Darsteller-Duo mit der Präsenz eines ganzen Ensembles! Mehr brauchte die Musik-Komödie ‚Oh Alpenglühn!’ nicht, um am Donnerstag bei der Premiere im Schmidt-Theater für Begeisterungsstürme zu sorgen.“ Hamburger Morgenpost

 

 „‚Oh Alpenglühn’, können wir da nur im Kiez­the­ater mit allen begeisterten Zuschauern seufzen und uns den schönen Peinlichkeiten anheimgeben, die Littmann als Regisseur frech, ausgebufft und sehr komisch verpackt hat. Die Welt

 

Mit einer irrsinnig witzigen Story und hervorragenden Akteuren wird der Besuch zu einem turbulenten Hütten-Erlebnis. Eine Mords-Gaudi! BILD

 

Regisseur Corny Littmann hat aus dem Stück ein witziges, temporeiches Musical gemacht. Eine gelungene Mischung aus Komödienstadl, Splattermovie und Broadwayshow.  NDR 90,3

 

Gesungen wird grandios. Carolin Fortenbacher setzt ihre in allen Lagen präsente, klassisch ausgebildete Stimme mitreißend ein, Breidenbach hält mit oft lakonischem Witz dagegen. Zusammen sind sie unschlagbar, und wer von ‚La Montanara’ über ‚Baden mit und ohne’ bis zum ‚Phantom der Oper’ aushält, der hat die Sorte Spaß gehabt, mit der sich Flachwitz auf Zugspitzniveau hebt. Landeszeitung für die Lüneburger Heide

 

Da konnte es den Besuchern doch glatt Lederhose und Dirndl ausziehen beim Gaudi-, Glamour und Gesang-Spektakel „Oh Alpenglühn!“. Lieder von Julio Iglesias, Gitte, Frl. Menke, Lady Gaga sind zu hören, und sogar Heino darf erneut „Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“ haben. Vermutlich wäre diese Song-Zusammenstellung schwer zu ertragen, wäre nicht das sensationelle Duo Carolin Fortenbacher / Nik Breidenbach am Werk. Beide sind grandios, singen und schauspielern geradezu göttlich gut, jodeln, trällern und fluchen sich durch das Stück. Besser kann man’s nicht machen! Der Applaus gehörte ihnen. Wolfsburger Allgemeine

 

Der Regisseur:

Corny Littmann

Am 8.8.88 eröffnete Corny Littmann das Schmidt Theater auf der Reeperbahn, 1991 kam das Schmidts TIVOLI dazu. Einem bundesweiten Publikum wurde er als „Herr Schmidt” in der Schmidt Mitternachtsshow des NDR Fernsehens bekannt. Corny Littmann ist vor und hinter den Kulissen aktiv: Er spielt Theater – so z.B. in „Das Geheimnis der Irma Vep”, „Ein Sommernachtstraum – das Musical”, „Fifty Fifty”, „Sixty Sixty” und „Pension Schmidt”, wo er gleich mehrere Rollen gibt – und führt seit 1993 erfolgreich Regie: so bei den hochgelobten TIVOLI-Hausproduktionen „Cabaret”, „Fifty Fifty“ und „Heiße Ecke – Das St. Pauli Musical“. Letztere ist seit ihrer Uraufführung 2003 mit über 900.000 Besuchern die aktuell erfolgreichste deutschsprachige Musiktheaterproduktion. Seit 2001 ist Corny Littmann ebenfalls künstlerischer Leiter der Firma SeeLive Tivoli Entertainment & Consulting GmbH, die die Konzeption und Umsetzung von Showprogrammen an Bord modernster Clubschiffe erarbeitet.

Was macht für Sie gute Unterhaltung aus?

Corny Littmann: Gute Unterhaltung hat verschiedene Eckpfeiler, ist aber zunächst einmal handwerkliche Perfektion. Ich lege großen Wert darauf, dass alle Beteiligten ihr Handwerk beherrschen. Alle Darsteller, die bei uns auf die Bühne kommen, haben eine fundierte Ausbildung, bringen das entsprechende Talent mit. Die Zuschauer können sich bei uns auf erstklassige Shows verlassen. Zweitens müssen wir von den Geschichten, die wir zur erzählen wollen, selbst überzeugt sein. Wenn wir Geschichten, die wir mögen, handwerklich gut umgesetzt herausbringen, ist eine gute Grundlage dafür geschaffen, dass auch ein breites Publikum sie mögen wird. Dazu kommt, dass wir ganz grundsätzlich im Unterhaltungstheater sagen: Jeder kann ohne Vorwissen über Stück und Stoff zu uns kommen und wird verstehen, was wir präsentieren.

Das ist das Erfolgsgeheimnis?

Corny Littmann: Ich glaube, der Zuschauer hat ein sehr genaues Gespür für Authentizität. Diese Glaubwürdigkeit macht gute Unterhaltung einerseits schwer und ist zugleich das Erfolgsgeheimnis. Unsere Besucher sagen in der Regel, die Darsteller, die sie bei uns auf der Bühne sehen, haben Riesenspaß am Spiel. Und dieser Spaß, diese Lust am Spielen, überträgt sich auch und reißt das Publikum mit. Die Schwierigkeit besteht allerdings darin, bei einem Dauerbrenner wie dem Musical „Heiße Ecke“, das schon über 2000 Mal aufgeführt wurde, diesen Spaß allabendlich wieder zu transportieren. Das ist schon verdammt schwierig.

Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung des Unterhaltungstheaters ein?

Corny Littmann: Meiner Meinung nach wird das unterhaltende Theater in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch stärker nachgefragt werden als bisher. Die Sehnsucht der Menschen nach Live-Erlebnissen ist durch die vielen neuen Medien noch gewachsen und gerade das Unterhaltungstheater, also Musical, Musiktheater und Comedy, erlebt, was die Zuschauerzahlen betrifft, einen Boom sondergleichen. Zum Beispiel: Was hier am Spielbudenplatz vom Operettenhaus bis zum St. Pauli-Theater entstanden ist und von jährlich um die zwei Millionen Menschen besucht wird – vor 20 Jahren gab es das hier nicht.

Brigitte Scholz

 

Carolin Fortenbacher

Bekannt wurde die Hamburger Sängerin und Schauspielerin durch ihre Hauptrolle im Abba- Musical „MAMMA MIA!“. Sie spielte u. a. im Berliner Theater des Westens, feierte mit dem Solo „Unverfroren Aufgetaut – ein KonzertTheater“ Premiere in den Fliegenden Bauten und verkörperte die Titelrolle in „Das Orangenmädchen“ am Altonaer Theater. Im Schmidt entwickelte sie mit Sascha Rotermund „Ich hab Hunger!“ und „Fortenbacher’s Intimate Night“ und produzierte ihr drittes Solo-Album „Kamionka“. Für ihre Rolle in „Oh Alpenglühn!“ wurde sie im Oktober 2012 mit dem Rolf-Mares-Preis der Hamburger Privattheater ausgezeichnet.

 

 

Nik Breidenbach

Nik Breidenbach gehörte zur Uraufführungs-Premierenbesetzung von „Tanz der Vampire“ (Regie: Roman Polanski), spielte in „Elisabeth“ und in „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“. Sein Schmidt-Debüt gab er in „Oscar – Die Kinorevue“, seitdem hat er in etlichen Hausproduktionen mitgewirkt, u. a. in „Heiße Ecke“, „Villa Sonnenschein“ und im gefeierten Solostück „CAVEQUEEN“. Er spielte in den TV-Serien „Verbotene Liebe“ und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit und war außerdem in „Das Apartment“ am Theater am Ku‘damm in Berlin, als „Der Graf von Monte Christo“ und am Volkstheater Rostock in „Die lustige Witwe“ zu sehen.

 

Buch und Idee: Mirko Bott

Bereits während seines Theater- und Musikwissenschaftsstudiums in Bochum arbeitete er bei zahlreichen Produktionen als Regieassistent u. a. am Opernhaus seiner Heimatstadt Essen und bei verschiedenen Festivals – vom „Weißen Rössl“ bis Wagners „Ring des Nibelungen“. Seit 1997 lebt und arbeitet er als Autor und Regisseur in Hamburg. Nach jahrelanger Tätigkeit als Freiberufler ist er seit 2004 Programmchef von Schmidt Theater und Schmidts TIVOLI. Außerdem inszeniert und schreibt Mirko Bott regelmäßig Showprogramme auch für die AIDA-Schiffe im Auftrag der SeeLive Tivoli Entertainment & Consulting GmbH sowie Soloprogramme u. a. für Emmi & Herr Willnowsky und Kay Ray und ist Dozent für Theatergeschichte an der Hamburg School of Entertainment. Er inszenierte „Die Fledermaus“ im Hamburger Engelsaal, schrieb zusammen mit Christian Berg das Familien-Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und mit Heiko Wohlgemuth vier Folgen von „Pension Schmidt“ für das NDR Fernsehen.