Lustspiel von Jens Exler

Inszenierung:

 Michael Koch

Tourneezeitraum:  26. März bis 24. April 2022

 

„Tratsch im Treppenhaus“ ist die erfolgreichste Ohnsorg-Theater Aufführung aller Zeiten und wird  jetzt zum letzten Mal mit Heidi Mahler in der Paraderolle der „Meta Boldt“ auf Tournee gezeigt.

 

 

Zum Inhalt:

Dieter klaut im Haus die Brötchen, Hanne Knoop verdient sich ein saftiges Zubrot durch Untervermietung, Hauswirt Schlachtermeister Tramsen verwurstet Katzenfutter – behauptet Meta Boldt. Nichts als Unruhe stiftet die Klatschsüchtige mit ihren üblen Nachreden unter den Nachbarn. Tagein, tagaus spioniert sie den Bewohnern hinterher, kriegt, was sie an Neuigkeiten aufschnappt, in den falschen Hals und alles geht drunter und drüber. Seinen Höhepunkt erreicht das Chaos in der Gerüchteküche als Meta Boldt im Mietshaus herumgeistert um herauszufinden, wer mitten in der Nacht vom Ball des Kaninchenzuchtvereins heimkehrt. Mit wem poussiert eigentlich die hübsche Heike, die bei Frau Knoop in der zweiten Etage eingezogen ist und der es spielend gelingt, ihre Verehrer um den kleinen Finger zu wickeln? Und was ist mit Schlachtermeister Tramsen, der versucht, Heike mit einer Dauerwurst auf die Pelle zu rücken? Aber auch Herr Brummer, Steuerinspektor im Ruhestand, sein Neffe Dieter und ein gewisser Herr Seefeldt liefern Meta Boldt allerlei Grund zu den wildesten Spekulationen. Am Schluss ist der Hausfrieden dann wiederhergestellt, denn die Mieter sind sich einig: bei ihnen kann das Plappermaul mit ihren Treppenhaustratschereien nicht mehr landen, sie lassen sich von der Frau mit dem losen Mundwerk mit ihren zusammengereimten Halbwahrheiten nicht mehr gegeneinander ausspielen.

 

Heidi Mahler schlüpft in die Glanzrolle ihrer Mutter und beschert einen köstlichen Theaterabend mit viel Gelächter und Beifallsstürmen!

 

Kritiken:

Kittelschürze, Kopftuch, lila Socken – Heidi Mahler in der Paraderolle Meta Boldt. Wer aus dieser Tratschweib-Rolle nicht alles holt, gehört nicht auf die Bühne. Das wusste Mahlers Mutter Heidi Kabel, und die Tochter setzte dieses durchtriebene Frauenzimmer auf ihre Art ebenso furios in Szene. Ohnsorg-Star Heidi Mahler und ihre Mitspieler sorgen mit dem Klassiker für Beifallsstürme und Gesang. Hamburger Abendblatt

 

Ein unvergessenes Glanzstück aus den 60er Jahren: „Tratsch im Treppenhaus“ – in der Neuinszenierung von Michael Koch ein Heidenspaß für Darsteller und Publikum. Pralles Bühnenleben! Hamburger Morgenpost

 

Tohuwabohu im Treppenhaus: Heidi Mahler erfüllt als Tratsche Frau Boldt in bunt geblümter Kleiderschürze die Glanzrolle ihrer Mutter Heidi Kabel mit neuem Leben. Das Premierenpublikum war begeistert und feierte die Schauspieler samt Regisseur mit großem Applaus für den unterhaltsamen Abend und die gut aufeinander abgestimmte Ensembleleistung. Faz.net

 

Heidi Mahler

Heidi Mahler ist eine echte Hamburger Deern. Die Tochter des Schauspielers, Regisseurs und langjährigen Ohnsorg-Theater-Chefs Hans Mahler und der Schauspielerin Heidi Kabel studierte an der renommierten Staatlichen Schauspielschule ihrer Heimatstadt bei Lehrern wie Eduard Marks, Rolf Nagel und Hermann Lenschau. Nach Abschluss ihrer Ausbildung spielte sie ab 1963 am Ohnsorg-Theater im klassischen Repertoire die jungen Mädchen. Aber auch große Charakterrollen wie das stumme Vergewaltigungsopfer  in „Johnny Belinda“ oder die Marthe Schwertlein im plattdeutschen „Faust“.

In den 80er Jahren holte Rudolf Noelte die Schauspielerin als Liese Bänsch in seine berühmte Inszenierung des „Michael Kramer“ ans Hamburger Thalia Theater und später noch einmal als Mascha in Tschechows „Drei Schwestern“ nach Bonn.

1984 verließ Heidi Mahler das Ensemble des Ohnsorg-Theaters. Auf großen Tourneen spielte sie zum Beispiel in „Minna von Barnhelm“, in Hofmannsthals „Jedermann“ sowie zusammen mit Peter Fricke in Ayckbourns „Tischmanieren“ und in zahlreichen weiteren Produktionen. Immer wieder auch stand sie als Gast auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters, so als von Publikum und Presse einhellig gefeierte „Mudder Mews“ und Lotte Kellermann in der niederdeutschen Fassung der Ehekomödie „Frühstück bei Kellermanns“.

Außerdem wirkte Heidi Mahler in zahlreichen Fernsehproduktionen mit.

Seit 1986 ist die Schauspielerin mit dem Regisseur und Autor Michael Koch verheiratet. Ihre knappe Freizeit genießt Heidi Mahler am liebsten auf ihrem Bauernhof in der Eifel.

 

 

Der Autor:

Warum schreibe ich Komödien und Lustspiele?

Was ist es denn, was unsere Lachmuskeln in Tätigkeit setzt? Doch niemals das Selbstverständliche, Reine und Natürliche, sondern immer nur das Seltsame, Unbeholfene und menschlich Unzulängliche. Je komischer der Mensch in seiner Art ist, je mehr er versucht, die Lebensgesetze zu umgehen, desto mehr reizt er uns zum Lachen.

Diesem Menschen in seiner Abwegigkeit einen Spiegel vorzuhalten, ist mir ein Bedürfnis und macht mir Spaß. Nicht etwa, um mich als Moralist aufzuspielen – nichts liegt mir ferner als das – nein, ich will mit meinen Stücken wirklich „nur“ auf eine heitere Art unterhalten. Und weil wir doch alle das Lachen und ein bisschen Fröhlichkeit so dringend nötig haben, darum schreibe ich Komödien und Lustspiele. Jens Exler

 

Nach dem Grund für den außergewöhnlichen Erfolg von „Tratsch im Treppenhaus“ gefragt, antwortete Jens Exler in einen Interview:

„Tja, wissen Sie, die Dialoge waren aus dem Leben gegriffen. Ich hatte täglich mit Mietern zu tun, denn ich war von 1945 bis 1976 bei der Wohnungsbau Flensburg tätig, und da habe ich natürlich einiges miterlebt und in dem Stück verarbeitet. Anderes habe ich mir ausgedacht“. Gefragt, ob sich denn einige Mieter in dem Stück wiedererkannt hätten, meinte er: „Wo denken Sie hin? Keiner, beziehungsweise keine, hat sich wiedererkannt.

Alle, an die ich beim Schreiben des Stücks gedacht hatte, waren der festen Überzeugung, nur die anderen könnten so sein ...“

 

Der Regisseur:

Michael Koch

Der in Düsseldorf geborene Schauspieler und Regisseur Michael Koch wurde bereits als Schüler bei Adolf Dell und Gerda Maurus ausgebildet. Er spielte Schüler- und Studententheater und studierte in Wien u.a. Theatergeschichte.

Nach einer altertumswissenschaftlichen Promotion in Tübingen schrieb Michael Koch neben seiner Lehrtätigkeit an der neu gegründeten Universität Konstanz Theaterkritiken für den „Südkurier“ und arbeitete gelegentlich für das Konstanzer Stadttheater.

Von 1980 bis 1986 lebte Michael Koch als freier Schauspieler und Regisseur in München und inszenierte in Zürich und Basel (u.a. „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Die Mause­falle“, „Das Tagebuch der Anne Frank“) sowie große Tour­nee­thea­ter­pro­duk­tionen u.a. mit Grit Boettcher, Doris Kunstmann, Erik Schumann und Walter Reyer.

Seit 1988 ist Michael Koch vorwiegend als Gastregisseur am Ohnsorg-Theater beschäftigt. An der Seite von Heidi Mahler spielt er auf Tourneen im gesamtdeutschen Raum.

In seiner Freizeit widmet sich der seit 1986 mit Heidi Mahler verheiratete Michael Koch seinen wissenschaftlichen Interessen, der Frühgeschichte der Iberischen Halbinsel, und übersetzt Theaterstücke aus dem Spanischen und Englischen.

 

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